Millionenzuschüsse für Kirchen streichen
Münster, den 26. Juli 2010
Münster. “Im Rahmen des Mega-Sparpakets der Bundesregierung müssen alle Bürgerinnen und Bürger unausweichliche Kürzungen und Einsparungen hinnehmen. Nur ein Kostenfaktor bleibt wie immer von jeder Sparmaßnahme verschont: Die vom Staat bezahlten Gehälter kirchlicher Würdenträger. Die jährlichen Zahlungen des Staates für Kirchenpersonal in Höhe von mehr als 450 Millionen Euro an die katholische und evangelische Kirche sind nicht nachvollziehbar“, meint Christopher Derksen, Vorsitzender der Jungen Liberalen (JuLis) Münster.
Weiter meint Derksen: „Ich habe kein Verständnis dafür, dass die Gehälter von Geistlichen unabhängig von der Kirchensteuer durch Steuergelder bezahlt werden. Was hat der Staat damit zu tun? Die Kirche soll die Gehälter aus ihrem eigenen Geldbeutel entrichten. Auch wenn diese Erkenntnis bei vielen Politikern erst durch den enormen Spardruck reift, ist sie auch unabhängig davon richtig. Denn es widerspricht jeder Form von Gerechtigkeit, dass Konfessionslose und Menschen mit einer nicht christlichen Religion das Gehalt von Bischöfen bezahlen.“
„Es wird Zeit, dass unsere Gesellschaft in der Moderne ankommt. Es kann nicht sein, dass uralte Verträge mit einem Staat, der gar nicht mehr existiert, die Grundlage für absurd hohe Zahlungen an die Kirchen darstellen: Das Gehalt eines Bischofs beläuft sich immerhin auf ca. 8000 € im Monat“, kritisiert Derksen.
Hintergrund: In der vergangenen Woche haben überparteilich verschiedene Politiker von FDP, SPD, Grünen und Linken eine Kürzung der Zuschüsse an die Kirchen gefordert.
Die JuLis Münster beschäftigen sich in diesem Jahr ausführlich mit der Trennung von Kirche und Staat und unterstützen diesen Kurs ausdrücklich.





